reisebericht botswana - das okavangodelta - ein letztes paradies unseres planeten erde...

Während meines letzten Aufenthaltes in Botswana im September/ Oktober 2014 ist bereits einige Zeit ins Land gegangen und neben den kurzen Berichten "Reisefotografie Erfahrungen und Emotionen" sowie dem "Lunaren Regenbogen", bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen weitere Eindrücke dieser, für mich sehr beeindruckenden, Reise zu schildern.

 

Die vergangenen Tage habe ich genutzt, um Euch einen Eindruck des Rundfluges über das Okavangodelta zusammenzustellen... 

 

Der Rundflug startete in Maun, dem sogenannten "Base-Camp" des Okavangodelta. Der Buschpilot Roland aus Südafrika brachte seine dreisitzige Cessna aus dem Jahre 1962 von der viel zu großen Startbahn auf eine Flughöhe von gerade mal 150m über dem Meeresspiegel und wir flogen in Richtung Nordwesten in das Herz des Okanvangodeltas nach Chief`s Island.

 

Während des einstündigen Rundfluges war ich neben dem Ignorieren meines Magens und dem ständigen Stoßen meines Kopfes an der Kabinendecke vollauf damit beschäftigt die Kamera zu bändigen.

 

Es ist gar nicht so einfach bei dem Gewackel die Kamera halbwegs ruhig auf ein Ziel zu richten, ständig ist ein Flügel oder ein Rad der Cessna im Bild, nicht zu vergessen der Schatten des Flugzeuges oder die Reflexionen auf den zerkratzten Scheiben (ich sage nur 1962, aber hey - viel Mechanik, wenig Technik und sie fliegt immer noch).

Die Gewöhnung an die Situation hat mich einiges an Zeit gekostet. Schließlich habe ich dann aber doch einen kleinen Bildwinkel zum Fotografieren. Blieb nur noch die Herausforderung das Bild kommen zu sehen, durch das Okular ins Visier zu nehmen und dann in der möglichen Aufnahmezeit von 1-2 Sekunden zu fokussieren und abzudrücken.

Ganz ehrlich gesagt, nach dem einstündigen Rundflug war ich gerade warmgelaufen und hätte gern einen zweiten Rundflug gemacht, um "vielleicht" die Bilder zu machen - die mir im Kopf schwebten. Allerdings ist so ein Vergnügen ja auch nicht ganz günstig und so verließ ich dann doch das Rollfeld heil und unversehrt, aufgewühlt und sehr sehr glücklich...

 

Um Euch den geografischen und historischen Hintergrund des Okavangodeltas etwas näher zu bringen habe ich ein wenig recherchiert und bin zu der Erkenntnis gelangt - Wikipedia kann es einfach besser in Worte fassen. Aus diesem Grund habe ich Euch im Folgenden eine kurze Zusammenfassung aus Wikipedia abgedruckt.

Quelle: www.wikipedia.com
Quelle: www.wikipedia.com

Das Okavangodelta ist das im Nordwesten Botswanas gelegene Binnendelta des Okavangos. Der Okavango fächert sich auf und versickert im Kalaharibecken bzw. verdunstet zu großen Teilen. Dabei bildet er inmitten der semi-ariden Kalahari mit über 20.000 Quadratkilometern eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Seit 2014 gehört das Okavango Delta zum UNESCO-Welterbe.

 

Während der Okavango bei den Popafällen am Anfang des Pfannenstiels seinen Höchststand bereits im März erreicht, dauert es etwa vier Monate, bis die jährlich in Angola entspringende Flut den Thamalakane bei Maun am anderen Ende des Deltas erreicht und dadurch eine Wasserfläche von etwa 12.000 Quadratkilometer schafft.

 

Im Bereich der zeitweilig überschwemmten Flächen zeigt sich je nach Dauer und Höhe der Überflutung eine sehr unterschiedliche Vegetation. In den am höchsten und am längsten überfluteten Bereichen ähnelt die Vegetation der der dauerhaft überfluteten Gebiete, je trockener das jeweilige Gebiet ist, desto mehr Büsche und Bäume sind vertreten.

 

Die Fülle an Wasser in einer sonst ariden Umgebung hat nicht nur Attraktivität für die Tierwelt. Steinzeitliche Funde weisen auf menschliche Besiedlung des Gebiets vor über 100.000 Jahren hin. Das Gebiet war früher Teil des Makgadikgadisees, der aber schon vor ca. 4000 Jahren versiegt ist. Das Okavangodelta gilt auch als erster Ort der Sesshaftigkeit von Menschen im südlichen Afrika und als Ausgangspunkt der Viehzucht. Beides wird von der Archäologie um 200 v. Chr. in diesem Gebiet datiert. Im frühen 17. Jahrhundert gab es erste Berichte über Fluss-Buschleute. Im 18. Jahrhundert wanderten einige Stämme von Norden, sowie von Süden verschiedene Gruppen der Batawana in das Delta und ließen sich entlang des Deltas nieder. Trotz dieser Zuwanderung weist das Delta jedoch kaum permanente Besiedlung auf. (Quelle: Wikipedia)

So - nun aber genug der Worte, verschafft Euch doch selber einen Überblick vom sagenhaft schönen Okavangodelta aus der Vogelperspektive.

Dieses Bild hat es auch in die view spotlight in der Kategrie Weltansicht geschafft.

 

Für mich ist das Okavango Delta wahrscheinlich das letzte Tierparadies auf Erden - es hat mich einfach umgehauen, nicht das ich nicht schon vorher vom Afrikavirus gepackt war - meines Erachtens ist das Okavango Delta das Afrika des Afrika, schon bei Gedanken an das Delta bekomme ich Gänsehaut...

 


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