meine erneute Annäherung an die streetphotography Dank des schweizer street-fotografen thomas leuthardt

Vor einer guten Woche war der Schweizer Street-Fotograf Thomas Leuthardt in der FF-Fotoschule von Frank Fischer und hat am Ostersonntag einen ganztags Workshop zum Thema Streetphotography gegeben.

 

Da ich mir vor gut einem Jahr eine OMD EM-10 mit dem Zuiko 17mm Pancake, gerade aus dem Grund mich mehr mit dem Thema Streetphotography im Alltag zu beschäftigen, gekauft habe, war dieser Workshop natürlich eine klare Einladung.

 

Insbesondere da ich die kleine OMD seit dem Kauf zwar immer dabei habe, jedoch nur selten auspacke und noch viel seltener ein kreatives Foto seitdem gemacht habe, einzige Ausnahme sind Urlaubsreisen. Ich wurde nicht enttäuscht, vielmehr stark überrascht und höchst motiviert.

Thomas holt einen mit seiner ruhigen und gelassenen Art und Weise zu einer tatsächlichen Reise in das Universum der Streetphotography ab. Dabei zeigt er ohne Scham - eine Bildbearbeitung dauert max. 60 Sekunden, die überwiegende Anzahl der Bilder ist im Automatikmodus aufgenommen, selten beschnitten und mit einer kleinen spiegellosen OMD aufgenommen, der EM-10 überwiegend bestückt mit 17mm.

 

Es ist mir absolut unverständlich, wie Thomas seine Bilder quasi „out of camera“ produziert – aber es ist die Realität und in der mehrstündigen Praxissession konnte ich mich unter Anleitung von Thomas davon bei meinen eigenen Bildern davon überzeugen.

 





 

Thomas hat mich wirklich motiviert und mir gezeigt, dass die Kreativität und der Blickwinkel entscheidend sind, auch wenn dies zur Konsequenz hat ohne ein „gutes“ Bild in der Tasche zu haben den

Tag zu beenden, dafür aber den Auslöser oftmals gedrückt und um Erfahrungen reicher.


 

In der seit dem Workshop vergangenen Woche habe ich meine OMD natürlich wie bisher dabei und zusätzlich jeden Tag ausgepackt und auch jeden Tag mindestens ein Bild gemacht. Dabei fällt mir das erste Bild des Tages besonders schwer und danach fällt es mit wachsender Lust am Fotografieren immer leichter. Meine Bilder sind dadurch nicht besser geworden, aber ich fühle mich besser – da ich in meinem Alltag eine Möglichkeit gefunden habe jeden Tag ein kleines bisschen kreativ zu sein.

 

 

Mich hat die Streetphotography schon seit den ersten Tagen meiner Fotografie interessiert, diese Kreativität und Spontanität die diese Art der Fotografie voraussetzt, selten reproduzierbar und hoch intuitiv, dazu mit sehr einfachem Equipment überall und jederzeit umsetzbar.

Einen motivierenderen und besseren Einstieg in die Fotografie kann ich mir nicht vorstellen und doch hat die Streetphotography mich aufgrund der Komplexität, geforderten Komplexität und gnadenlosen Schnelligkeit lange innerlich abgeschreckt – doch ich hege die Leise Hoffnung dieses Mal länger dabei zu bleiben, egal ob die Bilder andere überzeugen, es geht um mich – denn Streetphotography ist für mich auch eine sehr persönliche und emotionale Art des Fotografierens.

 

Dank Thomas habe ich endlich die "Banalität" wirklich verinnerlicht - jeder fotografiert für sich selbst, schert Euch nicht um die anderen. Sich davon zu befreien ist wirklich nicht einfach und das jedes mal auf`s neue, doch es ist so unendlich viel wert.


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