Du planst eine Reise in das südliche Afrika, dann habe ich vielleicht die richtige route für dich...

Die Rückkehr nach Deutschland nach einer Reise in das südliche Afrika ist für mich immer nicht ganz einfach zu bewerkstelligen und immer wieder von baldigem Fernweh geprägt.

 

Planst Du eine Reise in das südliche Afrika - nach Namibia, Botswana, Südafrika oder Simbabwe, dann findest Du hier meine Reiserouten, vielleicht ist ja auch die richtige Route für Dich dabei...

4 reiseoptionen in das südliche afrika

In den letzten vier Jahren habe ich es jedes Jahr eine Reise in das südliche Afrika unternommen, darunter Namibia, Botswana, Simbabwe und Südafrika. Von meiner letzten Südafrikareise bin ich gerade erst zurückgekehrt und habe  noch keine Zeit gefunden Bilder zu bearbeiten und Reiseberichte zu schreiben.

 

Da der ein oder andere von Euch vielleicht auch eine Reise in das südliche Afrika plant, kam mir die Idee, Euch meine letzten drei Reisen detailliert als Googlemaps Karte zur Verfügung zu stellen.

Die Karten beinhalten die genaue Tour, die Lodges in denen ich übernachtet habe und geben Auskunft über die Entfernungen zwischen den einzelnen Streckenabschnitten. Folgende drei Routen stehen Euch zur Auswahl:

 

1. Östliches Südafrika: Von Johannesburg nach Limpopo bis zu den private Game Reserves und anschließend weiter in den Krüger Nationalpark. Nach einigen weiteren Stops am Rande des weltbekannten Parks geht es über Swasiland an den indischen Ozean nach St. Lucia, Highlight sind die unter UNESCO Weltkulturerbe stehenden Wetland Parks und der wohl Bekannteste Nashornpark Hluhluwe. Letzten Stop bilden die Drakensberge, bevor es zurück nach Johannesburg geht. 14 bis 20 Tage, ca. 3.300 km.

 

2. Namibias Nationalparks: Diese Reise war meine erste Afrikareise. Es geht von Windhoek im Osten ganz in den Süden Namibias, über die Ausläufer der Kalahari Wüste, bis zum Fish River Canyon im Richtersveld National Park.  Weiter geht es im einsamen Westen über Aus und am Rande des Namib Naukluft Parks bis nach Sesriem in die legendäre Sossusvlei. Von hier aus geht es über die Ausläufer der Namib bis an den atlantischen Ozean nach Swakopmund, umgeben von den Sanddünen der Namib Wüste. Wer noch nicht genug Einsamkeit auf dieser Reise erfahren hat, der kommt jetzt auf seine Kosten. Es geht weiter nach norden zur Skeleton Coast und bis nach Terrace Bay, einem verschlafenen Fischerdorf; im Nirgendwo. Von hier aus geht es gen Osten, durch das Damaraland bis nach Twyfelfontein zu den bekannten Felsmalereien. Als letzten großen Highlight wartet der Etosha Nationalpark mit mehreren Übernachtungen direkt im Park, bevor es über das Waterberg Plateau wieder nach Windhoek geht.  21 Tage, mehr als 4.500 km. 

 

3. Von Windhoek nach Kapstadt: Von Windhoek in die Namib bis an den atlantischen Ozean nach Swakopmund und Walvis Bay. Hier bietet sich Tour durch die Namib bis zum Sandwich Harbour, ein Chessnarundflug über den Namib Naukluft Park und eine Katamaranfahrt in der Bucht von Walvis Bay an. Weiter geht es in die Sossusvlei zu den berühmten roten Sanddünen, dem Dead Vlei und mit viel Glück einem See in der Wüste. Hier bietet sich neben den Sossuvlei Touren insbesondere ein Heißluftballonflug an. Nächste Station sind die einsamen Tiras Berge im Namib Naukluft Park, eine Landschaft von überragender Schönheit. Ein Abstecher gen Westen bis nach Lüderitz ist ein muss. Hier tief in der Namib lässt sich Kolmanskop einen Besuch abstatten und mit etwas Planung kann das Diamantensperrgebiet auf einer Tagestour bis zum Bogenfels erkundet werden. Ein Erlebnis das im Moment nur bis zu 1.000 Touristen mit einem Teilen. Nächster Stop ist der Orange River mit Fährüberquerung nach Südafrika im Richtersveld National Park. Vor dem Highlight Kapstadt stattet Ihr den Cedarbergen, dem home of the roibusch tea, noch einen Besuch ab. In Kapstadt stehen Townshiptouren, Wale Watching, Tafelberg, Robben Island und vieles mehr auf dem Programm. 14 Tage + Anschlussprogamm Kapstadt, 3.000 km

 

4. Namibia, Botswana, Zimbabwe - eine Rundreise: Von Windhoek geht es in Eurem Allradfahrzeug über einige kurze Stops in den Caprivistrip zu ersten ausgedehnten Safari`s auf dem Kwando Fluß, bevor es weiter an die Chobe Riverfront im Chobe Nationalpark geht, unvergessliche Safarierlebnisse inbegriffen. Im Anschluß besteht die Möglichkeit einen Abstecher zu den Victoria Falls zu unternehmen. Für Freunde der Wildnis geht es direkt weiter in Richtung Süden zum Nata Bird Sanctuary, nach Cubu Island und auf die Makgadikgadi Pans zum Quad fahren und übernachten auf der Salzpfanne unter freiem Himmel. Ein weiteres Safarihighlight bietet Maun und natürlich das Okavango Delta. Nach einigen Tagen Aufenthalt geht es zurück in Richtung Namibia zu den Sun, einem der ältesten Stämme Südafrikas, und schließlich wieder nach Windhoek. 21 Tage, 4.000 km 

 

5. Botswana pur: Dieses Mal wird es noch einsamer. Traditionell erfolgt die Anreise über Windhoek. Von hier aus geht es mit dem Geländewagen in 21 Tagen und auf ca. 3.300 km quer durch Botswana. Von Windhoek geht es auf gen Osten in die Central Kalahari (CKGR), einem riesigen und sehr einsamen Naturschutzgebiet und durch typische Savannenlandschaften geprägt. Hier leben auch noch traditionell die Buschleute der Sun. Von hier aus geht es weiter in einen kleinen, aber nicht minder spektakulären, Nationalpark, die Nxai Pan.  Auf geteerten Straßen geht es weiter in Richtung Osten mitten durch die Makgakdigadi Pans bis nach Nata. Der kommende Morgen wird uns südlich über die Makgakdigadi Pans bis nach Cubu Island führen, einem surrealen Ort inmitten der Pfannen aus Sand, Lehm, Salz und Nichts. Von hier aus geht es am südlichen Ende der Pans und am Fuße des Boteti River, mit zwei Zwischenstopps in Richtung Westen nach Maun. Entlang am Okavango Delta fahren wir nach Norden durch das Moremi Game Reserve bis zum Khwai Fluss. Hier verbringen wir mehrere Tage in einem der wildreichsten Gebiete Botswanas, bevor es langsam auf den Rückweg nach Windhoek geht. Vielleicht reicht die Zeit noch für einen Cessnaflug über das Okavango Delta, Stopp wird auf jeden Fall erneut an den Ausläufern der Kalahari und bei den Sun gemacht, bevor die letzte Station Windhoek erreicht ist und es in den Flieger zurück nach Hamburg geht. 21 Tage 3.300 km

 

Sollte ich Eure Neugierde geweckt haben, dann findet Ihr hier  die Übersichtskarten mit Unterkünften, sowie in den Blogeinträgen genauere Details zu den einzelnen Etappen. Wer sich noch etwas genauer über Reisen in das südliche Afrika informieren und oder eine Resie buchen möchte, der ist auf der Seite von Carsten Möhle von bwana gut aufgehoben.

 

Natürlich dürft Ihr mich auch immer gern direkt fragen.

 


1. östliches südafrika

Ich bin etwas verwundert, dass meine Reise dieses Mal bereits mit dem Touch-Down der South African Airways Maschine in Johannes-burg endet, normalerweise nutze ich Jo-Burg als Drehkreuz, z.B. nach Namibia oder Mosambik. 



Solltet Ihr zufällig mal auf der Autobahn 3 von Durban nach Johannisburg in Südafrika unterwegs sein, dann gehört ein Zwischenstopp bei der  "Nelson Mandela Capture Site" in Howick definitiv zum Pflicht-programm, der Ort an dem Nelson Mandela am 05. August 1962 aufgrund seines Kampfes gegen die Apartheit festgenommen wurde.



Eine Woche vor Weihnachten 2016 stand ich auf dem Helmut Schmidt Flughafen in Hamburg und wartete auf meine Maschine die mich, über Istanbul und Johannesburg, bis nach Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, bringen sollte. 18 Stunden Reisezeit und ein Mal um den halben Globus...



2. namibias nationalparks

Im September 2012 war es nun endlich soweit: Ich durfte das erste Mal Fuß auf afrikanischen Boden setzen – genauer gesagt auf namibischen Boden. Geplant war eine 16-tägige Selbstfahrerreise im Geländewagen mit vorgebuchten Lodges, insgesamt ca. 4.300 km und damit ungefähr 270 km pro Tag – hörte sich erst mal machbar an....



An unserem ersten Tag auf der Straße machen wir uns ganz gut, nach zwei Stunden haben wir schon gute 200 km von insgesamt 330 km hinter uns gelassen – zugegeben kein Kunststück auf der schnurgerade asphaltierten Transitstrecke, dennoch sind wir begeistert von uns.



Heute steht echt Strecke auf dem Programm. Nach der coolen Safari am Morgen geht es nun von der Kalahari 500 km südlich bis zum Ais Ais Camp in der „Nähe“ des Fish River Canyon. Nach einem letzten asphaltierten Stück auf der B4 geht es heute auch ab auf die sogenannten Pads (gekennzeichnet mit C), das C12.



Heute haben wir wieder eine ordentliche Tour vor uns: 500 km gen Norden bis nach Aus, auf dem schlechten Pad C13 entlang des mit 1.860 km Länge längsten Flusses Südafrikas, dem Grenzfluss Orange.



Heute soll es nun endlich zu den berühmten roten Sanddünen der Sossusvlei und dem nicht minder bekannten Dead Vlei gehen, eins der absoluten Highlights Namibias.



Unser nächstes Etappenziel ist das wesentlich kältere Swakopmund, die erste Stadt seit unserer Ankunft in Windhoek vor einer Woche mit fast niedlichen 45.000 Einwohnern. Doch vorher gilt es, 350 km auf mittleren bis schlechten Pads zu bewältigen.



Die 390 km lange Etappe auf dem Pad C34 zur Skelettküste nach Terrace Bay zählt definitiv zu den Highlights Namibias - nicht wegen der Schönheit sondern vielmehr aufgrund der Einsamkeit, Irrationalität und den Naturgewalten, die einem die Unbedeutendheit des eigenen Seins mit einer Wucht vor Augen führt, die seinesgleichen sucht.



Unsere heutige Etappe führt uns aus dem Damaraland auf ca. 306 km gen Norden in den Etosha Nationalpark, dem „Pendant“ zum südafrikanischen Krüger Nationalpark. Über das südliche Anderson`s Gate erreichen wir das Okaukuejo Camp, in dem wir uns registrieren lassen und unsere Parkgebühren entrichten.



3. von windhoek nach kapstadt

Drei Wochen Afrika liegen vor uns, genauer gesagt von Namibia bis nach Südafrika oder  von Windhoek nach Kapstadt - 14 Tage und 3.000 km. Im Anschluss haben wir noch eine Woche Zeit, um die Kapregion zu entdecken.



Seit einer gefühlten Ewigkeit möchte ich bereits vom Besuch im Township Katutura in Windhoek, der Hauptstadt Namibias berichten. Neben dem Township Langa in Kapstadt und Mafalala in Maputo ist Katutura das dritte Township, welches ich auf meiner Reise von Windhoek nach Kapstadt im November 2015 besuchen durfte.



Im Namib Naukluftpark ca. 120 km südöstlich von Walvis Bay liegt die Wüstenforschungsstation Gobabeb im Nichts. Seit 1962 gibt es die Station bereits und in dieser Zeit hat sie sich einen Namen im südlichen Afrika gemacht. Auch als "profaner" Tourist ist ein Besuch von Gobabeb möglich, um z.B. einen Zwischenstopp auf dem Weg in die  Sossusvlei oder nach Walvis Bay einzulegen.



An diesem Morgen soll ein Traum für mich in Erfüllung gehen. Während meines ersten Namibiaurlaubs im Jahr 2012 ist mir das Vergnügen eines Heißluftballonfluges leider noch nicht ver-gönnt gewesen.



Eine Cessna Baujahr 1963, 630 km Flugstrecke über der Namib Wüste Namibias, Sandsturm und starke Winde - mulmiges Gefühl in der Bauchregion inklusive - das ist der Stoff der Abenteuerfeeling aufkommen lässt. Über dem  namibischen Himmel ist die Freiheit grenzenlos...



Während meiner ersten Namibiareise im Jahr 2012 habe ich die Wildpferde Namibias in Garub leider nicht gesehen, obwohl ich nur wenige Kilometer entfernt in Aus übernachtet habe.



Das Diamantensperrgebiet – unendliche Weite – genauer gesagt 26.000 km² Sand soweit das Auge reicht, starker bis beißender Wind und feinste Sandkörner in der Luft die alles durchdringen und in jede Pore des Körpers eindringen.



Gegen neun Uhr morgens werden wir von Lüderitz Safaris in unserem B&B - der Alten Lodge abgeholt, übrigens ein sehr empfehlenswerter Ort, um in Lüderitz zu übernachten.



Der Motor des uralten Land Rover Defender, der seine besten Zeiten schon hinter sich hat und auch das Tachometer bereits  gänzlich den Dienst verweigert, jault furchterregend auf - während sich die heißen, luftarmen Reifen unermüdlich durch den Sand der Namibwüste wühlen - immer kurz vor oder im roten Bereich des Drehzahlmessers.



Nicht immer geht alles glatt in der Fotografie, gerade bei mir nicht und das meistens in besonderen Situationen, so wie im November 2015 in der Sossuvlei in Namibia.



Mit dem Erstarken der Anti-Apartheid-Bewegung wurde Robben Island seit 1961 zum berüchtigsten Gefängnis Südafrikas für politische Häftlinge. 1991 wurde das Hochsicherheitsgefängnis für politische Gefangene aufgelöst, 1996 auch der Trakt für gewöhnliche Kriminelle.



Meine 3.000 km Reise begann im November 2015 in Windhoek Namibia und sollte mich auf meinem Weg durch die Namib Wüste bis ans Kap, nach Kapstadt Südafrika führen.

So wie die Reise mit einem intensiven Besuch des Township Katutura in Windhoek begann, so sollte die Reise in Kapstadt mit dem Besuch  des Township Langa vorerst enden.



4. namibia, botswana, simbabwe

Es ist noch stockfinster als unsere Air Namibia Maschine aus Frankfurt am Morgen in Windhoek landet. Dabei liebe ich es so sehr, aus Johannesburg kommend, über die rote Kalahari zu fliegen und auf dem Flughafen von Windhoek zu landen, der aus der Luft eher wie ein kleiner Sportflughafen aussieht und nicht wie ein International Airport.



Das Okavango Delta ist definitiv eines der letzten Paradise auf unserem Planeten Erde und dazu leider noch ein sehr bedrohtes und das Schönste, was ich bisher in meinem Leben an Natur erleben durfte.



Die Victoriafälle in Simbabwe sind ein Natur-schauspiel der besonderen Art. Nur ca. 100 km entfernt von der Grenze Botswanas im Vierländereck zwischen Namibia, Sambia, Botswana und Simbabwe sind die Victoriafälle im gleichnamigen Ort Victoria Falls, in der Nähe von Livingstone, zu finden. 



Falls Eure Antwort nein lautet, dann sind die Makgadikgadi Pans in Botswana ganz sicher einer der Orte, den Ihr oben auf Eure Afrikareiseliste setzten solltet. Für mich ist es einer der spektakulärsten und berührensten Orte den ich  besucht habe. Dabei sind die Makgadikgadi Pans vollkommen lebensfeindlich. 



Während meines letzten Aufenthaltes in Botswana im September/ Oktober 2014 ist bereits einige Zeit ins Land gegangen und neben den kurzen Berichten "Reisefotografie Erfahrungen und Emotionen" sowie dem "Lunaren Regenbogen", bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen weitere Eindrücke dieser, für mich sehr beeindruckenden, Reise zu schildern.



Neben meinem "großen" Fotoequipment, welches kaum in meinen Vanguard Rucksack passte und gefühlt ungefähr so schwer war wie ich selbst, befand sich in meiner Jackentasche noch die OMD-EM10 mit dem 17mm Pancake auf unserer Selbstfahrerreise durch Namibia und Botswana.




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