· 

reisebericht khwai konzession - eines der wildlife reservate in botswana

lion khwai concession moremi game reserve botswana

Die Khwai Private Concession am gleichnamigen Khwai Fluß ist für mich eine der absoluten WOW Location`s in Botswana.

Die Flora und Fauna gleichen dem Okavango Delta und der Khwai liegt routentechnisch perfekt zwischen Maun und dem Chobe Nationalpark, ist aber auch für kurz entschlossene binnen eines Tages von Maun aus per 4x4 zu erreichen, oder natürlich auch als Fly In Alternative...

 

Da wir sowohl das Okavango Delta, als auch den Chobe Nationalpark auf einer unserer letzten Botswanareisen bereits besucht haben, war es eher geplanter Zufall, dass wir es auf dieser Reise bis an den Khwai Fluß schaffen.

 

Als von Neugierde getriebener entdecke ich gern unbekannte Orte. Darüber hinaus habe ich in letzter Zeit auch einiges positive über die Khwai Konzession gehört und gelesen und möchte mir gern selbst ein Bild verschaffen.

 

 

Morgens brechen wir im Dorf Khumaga aus dem Tiaan`s Camp auf. Gestern sind wir noch fast allein durch den Magkadikgadi Nationalpark gefahren und um ehrlich zu sein, ich würde gern noch bleiben am Ufer des Boteti Fluß, leichtes Elefantentrompeten im Hintergrund inklusive.

 

Aber Land Cruiser fahren macht auch Spaß und so brechen wir gen Norden auf, vorbei an Maun bis an die Grenze des Moremi Game Reserve. Einige Kilometer nördlich von Maun endet die Teerstraße und es geht weiter auf dem mittelmäßigen Sand Pad, mit dem liebevollen Namen der Highway, in Richtung Savuti.

 

 

khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Es ist offensichtlich, wir sind mitten auf einer der besten Selbstfahrer Safaristrecken der Welt. Startpunkt ist Maun, dem Drehkreuz in das Okavango Delta, weiter geht es in Richtung Norden in das Moremi Game Reserve mit anschließendem Besuch der Khwai Konzession gefolgt vom Chobe Nationalpark mit Zwischenstopp in Savuti und bis an die Chobe Riverfront mit Kasane als Ziel.

 

Eine perfekte Safari die weltweit ihres Gleichen sucht und immer noch ein Geheimtipp ist.

 

Leider rückt auch Botswana in den letzten Jahren mehr in den Fokus der Tourismusindustrie. Ich persönlich hoffe im Interesse der Natur, dass nicht mehr Menschen auf die Idee kommen Botswana zu besuchen (ja mir ist bewusst, ich dürfte den Blog gar nicht veröffentlichen)!

 

khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Unser heutiges Etappenziel ist die Mogothlo Lodge
 kurz vor den Toren der Khwai Konzession und nicht so einfach zu finden. Irgendwie existieren keinerlei Schilder, geschweige denn Hinweisschilder zu den Lodges.

 

Gut beraten seit ihr hier definitiv mit einem GPS-Gerät, wenn ihr denn die Koordinaten kennt - wir haben die GPS-Koordinaten natürlich nicht dabei.

 

giraffe khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Irgendwie schaffen wir es dann doch bis zur Lodge. Bis heute bin ich verblüfft über die Wildheit dieser Region. Kaum sind wir vom Sand Highway abgebogen sind wir auch schon mittendrin im Tiefsand und um uns herum alle Tiere, inklusive Elefanten nur wenige Meter neben unserem Land Cruiser.

 

khwai private concession | botswana 2017elephants
khwai private concession | botswana 2017

 

Warum Carsten uns ausgerechnet in die Mogothlo Lodge geschickt hat ist mir bis heute schleierhaft. Bis heute wusste ich ansonsten mit jeder Unterkunft etwas anzufangen,war sie auch noch so einfach und schäbig.

 

Die Mogothlo Lodge ist nicht schäbig und alles andere als ein Schnäppchen und dennoch ist es die einzige Lodge auf 5 Reisen im südlichen Afrika von der ich abrate, hier wird man nur abgezockt.

 

lechwe khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Am kommenden Tag geht es weiter in das Zentrum der Khwai Konzession zum Hyena Pan Camp, einem echten Bushcamp irgendwo im Nirgendwo.

 

Wir finden das Camp nur über Irrungen und Wirrungen. Am Vorabend habe ich einen Guide einer anderen Reisegruppe nach dem Weg gefragt. Nachdem er seine Scheu überwunden hat erklärt mir den Weg.

 

Der Schlüssel liegt darin rechts abzubiegen, wenn etwas Weißes um einen Baum gewickelt ist. Tja, hier am Khwai gibt es keine Schilder und auch keine Karten.

 

Unser Guide erzählt uns später, die Konzessionsinhaber wollen vermeiden, dass auch andere Touristen die Wege kennen und fahren lernen

 

hyena pan camp | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017
hyena pan camp | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017

 

 

Das Hyena Pan Camp ist wirklich der Wahnsinn und das nicht wegen des Luxus oder des Essens (alles more than nice), nein sondern wegen des absolut authentischen Bushcamp feelings.

 

Ich sitze auf einem Stuhl auf dem Boden vor dem Wasserloch und beobachte wie langsam immer mehr Elefantenherden  am Wasserloch ankommen, mich wahrnehmen und sich mir teilweise langsam bis auf wenige Meter nähern.

 

Ich sitze hier ganz allein und genieße einfach den Moment mit den Dickhäutern.

 

elephants khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Unser Zelt kenne ich quasi gar nicht, jede freie Minute nutze ich um den Elefanten möglichst nahe zu sein und sie beobachten zu können.

 

Nach all den Reisen in das südliche Afrika beeindrucken mich Elefanten bis heute am meisten. Es gibt so viel was wir über diese wunderbaren Geschöpfe nicht wissen und das wissenswerte wird nur selten erzählt.

 

Dennoch habe ich größten Respekt vor diesen so sanftmütig erscheinenden Tieren. Kippt ihre Stimmung, aus welchen Gründen auch immer, dann ist man mit einem echten Problem konfrontiert.

 

hyena pan camp | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017
hyena pan camp | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017

 

Unser Guide für die kommenden Tag heißt Rajha und bezeichnet sich selbst als River Bushman, so wie die San die als Bushman der Kalahari bezeichnet werden.

 

Rajha ist hier am Khwai aufgewachsen uns zeigt uns seine Heimat in einem alten Land Rover Defender, der kurz vor dem Motorinfarkt steht - unglaublich was diese Autos zu leisten im Stande sind. Rajha nennt seinen Defender liebevoll Sand Rover...

 

hippo khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Rajha zeigt uns in den kommenden Tagen die Gegend aus seinen Augen, so wie es nur ein Einheimischer kann - wir fahren ohne Unterlass fast den ganzen Tag, wir und der Sand Rover...

 

khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Es geht durch das dichte Schilfgras des Khwai, unaufhörlich folgen wir dem Flußlauf, eine  Route die nur in der Trockenzeit und mit einem ortskundigen Guide möglich ist. Wer es auf eigene Faust versucht wird sich im besten Fall festfahren oder einfach im Schilf versinken.

 

In der Regenzeit, wenn die Wassermassen den Khwai Fluß anschwellen lassen werden hier Bootstouren wie im Okavango Delta angeboten, auch kurze Mokoro  Touren sind möglich.

 

mokoro khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Ich genieße es nach einem Wolkenbruch in den ersten Sonnenstrahlen friedlich und lautlos über das Wasser zu gleiten, sofort bin ich wieder im Okavango Delta.

 

Ich hatte ganz vergessen wie faszinierend das monotone Dahingleiten auf dem Wasser auf mich wirkt, der Blick geschärft auf die sich nach dem Regen öffnenden Seerosen. Wie wohl Monet seine Seerosen gemahlt hätte, wenn er diese Pracht mit seinen Augen gesehen hätte.

 

waterlily khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Wir sind mit Rajha fast immer allein auf Entdeckungstour, so als gäbe es hier  keine anderen Touristen, die ganze Schönheit der Natur des Khwai vollkommen unberührt.

 

Wir rasten am Ufer des Khwai unter einem großen Schatten spendenden Baum in der Mittagshitze und haben gemeinsam Lunch in Campingstühlen, das Essen wird auf der Motorhaube des 70er Jahre Sand Rover warmgehalten.

 

Besser wäre gekühlt, aber den Effekt hat ein eiskaltes Windhoek Lager aus der Kühlbox. Der Blick schweift über das sich wellenförmig bewegende dicke grüne Schilfgras. Meine Augen scannen fortwährend die Umgebung, wer weiss schon ob sich ein Leopard im Dickicht bewegt.

 

Meine Sicht verschwimmt und ich wische mir den Schweiß von der Stirn und aus den Augen, noch ein kalter Schluck Bier und es geht weiter. Noch nie und niemals wieder hat mir Bier so gut geschmeckt wie in Afrika.

 

lion khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Nur im Gebiet um Khwai-Downtown trifft man auf weitere Exemplare der Gattung Homo Sapiens, wenn Löwen z.B. eine Giraffe auf einem öffentlich bekannten Weg gerissen haben, der sowohl bei Campern als auch den anderen Guides bekannt ist.

 

Plötzlich stehen 10 bis 15 Game Drive Vehicles um uns herum, Dieselgeruch liegt in der Luft und andauernd ist jemand am rangieren und Fotoapparate feuern in ungleichmäßigen Abständen Maschinengewehrsalven ab.

 

lion khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Ich bin irritiert und verstört und sehr froh als wir wieder unter uns sind, der größte Luxus den ich mir vorstellen kann in den schönsten Regionen Afrikas, jedenfalls für mich.

 

Die Löwenfotos sind nicht etwa bei dieser Giraffe entstanden, auf jedem Foto wäre Autos oder Teile davon zu sehen gewesen. Die selbe Löwin entdeckt Rajha auf ihrem Rückweg in den Chobe Nationalpark mit ihren Jungen und wir verbringen eine ungestörte halbe Stunde keine drei Meter entfernt von diesen Tieren. Mein schönster Löwenmoment bis heute...

 

lion khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Diese Nacht geht es nicht in unser Zelt, sondern wir übernachten auf den sogenannten Sky Beds. Ich mache wirklich ungern Werbung für einen Safarianbieter, insbesondere größere und teure  Anbieter, dennoch möchte ich an dieser Stelle Wilderness Safaris zumindest erwähnen, die am Khwai mit zwei Camps und den Sky Beds eine einzigartige Erlebnismöglichkeit geschaffen haben und das mit ganz besonderen Menschen, die wirklich einen Unterschied machen.

 

Natürlich gibt es auch das ein oder andere was überhaupt nicht gut gelaufen ist und bei den Preisen auch nicht akzeptabel ist, aber hey - that`s Africa und es zählt immer das Gesamtpaket. Solange ich einen Draht zu den Guides habe und merke das sie engagiert sind bin ich 100 % zufrieden und das war bis jetzt immer der Fall.

 

sky beds | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017
sky beds | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017

 

Das Wetter hat leider nicht mitgespielt an den Sky Beds, der Himmel ist stark bewölkt und bereits die letzten drei Abende und Nächte hat es kräftige Gewitter gegeben, die Regensaison hat früher angefangen als erwartet und die Vorhersage für heute Abend ist durchwachsen.

 

Die Sky Beds, das sind erhobene Plattformen aus Holz auf denen oben ein komplettes Bett inmitten der Wildnis steht, mitten im Busch an einem Wasserloch welches häufig von Giraffen und Elefanten aufgesucht wird.

 

Diese Location habe ich extra ausgesucht, um nächtliche Milchstraßen-aufnahmen in einem natürlichen Umfeld machen zu können. Eine Elefantenherde am Wasserloch unter dem Sternenzelt und im Zentrum die Milchstraße - so in ungefähr sieht das in meiner Fantasie aus, die Realität ist bis heute leider anders.

 

Es stürmt die ganze Nacht stark, es ist kalt und eine dicker Wolkendecke aus der sich jeden Moment Wolkenbrüche auf tun können.

 

elephants khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Wir erreichen die Sky Beds zu Fuß auf einem kurzen Bush Walk mit Rajha. Es ist genau wie im Okavango Delta, nur das Rajha ein Gewehr in der Hand hält und keinen Pencil Detonator so wie auf Chief`s Island.

 

Rajha führt Touristen schon seit Jahrzehnten durch sein Heimatland Botswana, bereits seit einer Zeit in der die Touristen Jäger waren und Botswana nicht für seinen Naturschutz sondern seine Jagdtrophäen bekannt war. Eine Geschichte die Rajha nicht unbedingt gern erzählt und die wir von seinem Chef erfahren.

 

So unscheinbar, ja fast klein und zart, wirkt Rajha der River Bushman und genauso faustdick hinter den Ohren hat er es wie die San. Ein Geräusch im Busch auf unserer Wanderung reicht aus, bevor ich meinen Kopf in die Richtung gedreht habe, hat Raja seinen ganzen Köper in einer eleganten und fließenden Bewegung gedreht und ohne das ich es bemerkt habe dabei noch das Gewehr in Anschlag gebracht.

 

Bevor ich die Situation richtig realisiere ist auch schon wieder alles vorbei, das Gewehr wieder locker in der Hand, und Raja beginnt die Geschichte genau an der Stelle weiter zu erzählen an der er vor 1 Minute abrupt aber ohne jede Hektik abgebrochen hat. Erfahrung lässt sich eben durch nichts wettmachen...

 

Den Abend verbringen wir auf Campingstühlen um das Lagerfeuer, gemeinsam mit dem ganzen Team. Mike, ein Gast und cooler Typ, feiert an diesem Abend einen runden Geburtstag und wir trinken gemeinsam mit allen Schaumwein und teilen den Kuchen bei Lagerfeuergeschichten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die wenigsten Gäste diese Verhaltensformen an den Tag legen - einer der Gründe warum ich Luxuscamps nicht sonderlich mag.

 

sable alley | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017
sable alley | wilderness safaris | khwai private concession | botswana 2017

 

Nach einem starken Kaffee machen wir uns schweren Herzens auf in unsere nächste Lodge, das Sable Alley Camp  da das Hyena Pan Camp überbucht ist hat man uns eine Nacht in dem ganz neuen Wilderness Camp ohne Aufpreis gebucht.

 

Das Sable Alley Camp ist ein Luxus Camp, far too much für mich, aber sehr schön gemacht und nicht teurer als andere Luxuscamps im Okavango Delta.

 

Mich fasziniert der Pool um den die Zelte angeordnet sind. Es handelt sich um einen Hippopool in dem gut und gern 10 bis 15 Hippos wohnen, plantschen, grunzen, kämpfen und vieles mehr. Den ganzen Tag sitze ich auf der Luxuscouch vor dem Zelt, die Kamera auf dem Stativ im Anschlag und beobachte fasziniert diese Tiere aus nächster Nähe.

 

Natürlich hoffe ich nachts mal wieder auf eine Milchstraßenaufnahme mit Hippo`s darunter. Der Sternenhimmel lässt leider mal wieder auf sich warten, dafür habe ich aber langzeitbelichtete Hippo`s auf die Speicherkarte gebrannt - ganz cool, aber auch ein bisschen nerdmäßig!

 

khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Der Fahrer unseres brandneuen Toyota Land Cruiser und unser Guide heisst  Raas und stammt aus dem Nordwesten des Okavango Delta. Raas war etliche Jahre bei den Anti Poachern und hat versucht dort die Tierwelt Botswanas  geschützt.

Von den sechs Mann aus seiner Einheit haben nur zwei überlebt, einer davon ist Raas. Das schlimmste an der Geschichte ist jedoch, dass der befehlshabende Vorgesetzte von Raas die ganze Zeit gemeinsame Sache mit den Wilderern gemacht hat, bis Raas und sein Kollege ihn vor Gericht und hinter Gitter bringen konnten.

 

Danach entscheidet sich Raas Guide zu werden und Touristen die Tierwelt Boswanas näher zu bringen. Es gibt keine besseren Guides als  Einheimische  die im Busch aufgewachsen sind oder mehrere Jahre im Busch überlebt haben. 

 

lion khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Auch mit Raas haben wir eine tolle Zeit, er zeigt uns zwei Löwenbrüder die gemeinsam jagen, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen und sich besser vor anderen Löwenmännchen zu schützen.

 

Wir haben Glück in der off Season unterwegs zu sein, so sind wir nur mit zwei anderen Gästen auf dem Wagen, die sich als als interessante Weltenbummler outen. Es handelt sich um ein Ehepaar aus Australien, die vor Jahrzehnten nach Namibia ausgewandert sind, Kinder bekommen und groß gezogen haben, die Frau hat das HIV Projekt in Windhoeks Township Katutura maßgeblich mit aufgebaut und ihr Mann arbeitet für den WWF. Heute leben Sie wieder in Australien und sind gerade auf ihrer ersten Afrikareise seit ihrer Rückkehr in die Heimat Australien.

 

khwai private concession | botswana 2017
khwai private concession | botswana 2017

 

Nach Tagen der Abgeschiedenheit und Isolation im Busch geht es wieder zurück in die Zivilisation nach Maun. Am kommenden Tag steht ein Rundflug über das Okavango Delta in einer Cessna auf dem Programm.

 

Doch vorher platzt noch ein Reifen auf den letzten Metern auf dem Sand Highway bevor es wieder auf Asphalt geht. Irgendwann musste es mich ja nun auch mal ereilen, jetzt bin ich schon das sechste Mal in Afrika unterwegs und noch nie ist ein Reifen geplatzt.

 

Peinlicherweise ist der Reifen direkt an einer der Veterinärzäune hinüber, natürlich erst nachdem unsere Reifen mit Gift besprüht worden sind (ich glaube ja das da maximal Kernseife verwendet wird).

 

Derjenige der den Zaun bewacht setzt sich nach getaner Arbeit genüsslich in seinen Plastikgartenstuhl und sieht mir zu, wie ich bei 38 Grad Celsius anfange den Reifen zu wechseln und schwitze. Die ganze Aktion dauert keine 20 Minuten und wir können starten.

 

Bis heute weiss ich nicht, ob der Gesichtsausdruck des Mannes Enttäuschung oder Anerkennung verriet, dass ich den Reifenwechsel ohne Probleme über die Bühne bekommen habe.

 

Zum Abschluss sollte ich Euch jetzt aufrufen alle an den Khwai zu fahren. Ich sage lieber, bleibt alle zu Hause, lasst dieses Naturparadies unberührt und unzerstört für immer - bitte!

 


Das könnte Euch auch interessieren:

Planst Du eine Reise in das südliche Afrika - nach Namibia, Botswana, Südafrika oder Simbabwe, dann findest Du hier meine Reiserouten, vielleicht ist ja auch die richtige Route für Dich dabei...



Nach unserer ersten Reise nach  Botswana im Jahr 2014 soll es in 2017 an noch abgelegenere Orte wie Kubu Island, den Makgadikgadi National Park, die Nxai Pan und die Central Kalahari gehen. Insgesamt liegen drei Wochen und 3.520 km vor, die meisten davon auf Schotter Pads, Offroad durch Tiefsand und weitestgehend in Einsamkeit.



Kubu Island oder Lekhubu, wie es in Botswana heisst, ist für mich einer der mystischen Orte auf der Welt. Lekhubu Island ist definitiv nicht von diesem Planten und nirgendwo kann man sich den Sternen so nahe fühlen (O.K. im Dead Vlei geht das noch). Bereits seit meiner ersten Botswanareise träume ich davon Kubu Island zu besuchen und dort zu übernachten.



Ihr seid auf der Suche nach Einsamkeit pur und unendlicher Weite, dann seid ihr im Central Kalahari Game Reserve in Botswana genau richtig. Mit 50.000 km2 ist das Central Kalahari Game Reserve das zweitgrößte Game Reserve auf der Welt...



Der Nxai Pan Nationalpark in Botswana ist das Pendant zur Masai Mara in Kenia und der Serengeti in Tansania, nur viel kleiner und noch weitestgehend unbekannt - ein Juwel unter Insidern...



Makgadikgadi-Pans-Nationalpark heisst übersetzt „ausgedehntes lebloses Land“. Eine einsame und menschen-leere Gegend, unglaublich viel Tiefsand, ursprünglich und atemberaubend anzusehen. Hier leben die größten Zebra und Gnu Herden des südlichen Afrika. An den Ufern des Boteti Flusses lässt sich der ganze Tierreichtum der Makgadikgadi erleben - ein einmaliges Erlebnis, ein Geheimtipp für Insider, die die Einsamkeit und die Wildnis lieben...



Jedes Mal, wenn ich in Maun Botswana einen Zwischenstopp mache, dann muss ich einen Cessnaflug über das Okavango Delta buchen.

Mittlerweile habe ich drei dieser Flüge über das Okavango Delta gemacht und jedes Mal bin ich von Neuem begeistert. Leider ist das Vergnügen nicht ganz preiswert, aber ein Mal im Leben sollte man sich einen Cessnaflug über eines der schönstes Naturparadiese  der Welt gönnen...



Diverse beeindruckende Erinnerun-gen meiner Botswanareise 2017 sind an Begegnungen mit den San geknüpft.

Viel ist über dieses Urvolk und seine aktuellen Probleme geschrieben worden, umso mehr war ich natürlich auf die persönliche Begegnung und die Sichtweise der San gespannt. Natürlich wollte ich diese Menschen auch unbedingt in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren, sofern das noch möglich ist.